Mittwoch, 16. Dezember 2015

Die Schneekönigin – das Making of

Gerade die Schneekönigin war für das Wie(n) verzaubert-Team eine Herausforderung da die Walt Disney Studios mit „Frozen“/„Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ in 2013 eine Neufassung dieses Klassikers von Hans Christian Andersen in die Kinos gebracht hatten. Die Elsa und Anna-Manie ist auch heute noch weiterhin ungebrochen.


Das Team von Wie(n) verzaubert ist daraufhin für die Inszenierung beim Stadtmärchenpfad zurück zu den Wurzeln dieser Erzählung von Hans Christian Andersen gegangen. Die ursprüngliche Geschichte rund um Gerda, Kai und die Schneekönigin wird sehr facettenreich erzählt und enthält weit mehr Figuren als in der Disney-Version.



Die Konzeptionsphase


Beim ersten Gruppentreffen entstanden gleich mehrere tolle Ideen wie die Erzählung im Raum inszeniert werden könnte:




Claudia Gradinger, Team-Organisatorin der Konzeptionsphase sagt zu der Entstehung der Inszenierung:
„Die Liebe zum Detail machte sich auch schnell bei uns kreativen Köpfen bemerkbar und so war es bei diesem doch recht langen Kunstmärchen eine Herausforderung, die Darstellungen auf wenige Schlüsselszenen zu reduzieren.“
Projektleiter Lars van Roosendaal skizzierte daraufhin sieben Szenen auf dem Grafiktablett die als Ausgangspunkt für die Umsetzung in drei Dimensionen dienten:





Claudia weiter zum Gestaltungsprozess:
„Es war uns wichtig, dass die Grundstimmung der jeweiligen Schauplätze weiterhin zur Geltung kommt: sei es die Kälte und den Frost beim Schloss der Schneekönigin erlebbar zu machen oder das reine Herz von Gerda und ihre Entschlossenheit ihren Freund wiederzufinden.“

Katharina Morawitzky nahm die Skizzen und präsentierte beim Großgruppentreffen ein traumhaftes Modell das die Basis für alle weitere Szenen werden sollte:



Die Ursprüngliche Idee, die sieben Szenen in einem achteckigen Raum zu zeigen, mussten wir leider aufgeben, da es keinen geeigneten Raum gab.

 
3D-Raumdarstellung & Skizze: Lars van Roosendaal, Digital Paint Philip Battisti



Produktionsphase: die Umsetzung der Ideen


Nachdem die Terminkoordination für das Bauen der Schachteln in der die Szenen Platz haben sollten sich als eine große Herausforderung herausgestellte, bot Katharina an, die weitere sechs Szenen selbständig zu realisieren.

Die nachfolgenden Fotos zeigen die verschiedenen Produktionsschritten der Schaufensterkästchen die sie mit Unterstützung von Birgit Ullmann (Dekors) und Lars (Hintergrund-Aquarelle) geschaffen hat.

      




Eine visuelle und akustische Komposition für die Nordlichter – Aurora Borealis


Von Anfang bestand der Wunsch die magische Nordlichter, die Aurora Borealis nachzubilden. Video Artist Stefanie Hanak erzählt über die Entstehungsgeschichte:
„Da die Schneekönigin ein sehr komplexes und mystisches Wesen ist, war das Ziel dieser Lichtinstallation, einen Raum zu schaffen, der ihrer Persönlichkeit gerecht wird. 
Nun stellt man sich vor, dass das Wesen der Königin in eisige Gefilde passt. 
Da kam uns in den Sinn, das geheimnisvollste aller Spektakel dieser Region wiederzugeben. Ein Nordlicht war gefragt. 
Die große Herausforderung bestand darin, die natürlichen Bewegungen des Nordlichtes zu simulieren. Immerhin war unser Anspruch, die Aurora Borealis manuell herzustellen und dennoch an die Realität anzuknüpfen.  
Dieser Prozess hat uns sehr viel Freude bereitet. Zu guter Letzt untermalte das Ergebnis hervorragend die Märchenwelt der Schneekönigin.“

Moritz Scharf und Andrea Fraenzel komponierten eine atmosphärische Klangkulisse, passend zu den sieben Szenen der Inszenierung:




Andrea sagt zum Projekt:
„Für mich war die Zusammenarbeit mit Moritz wunderbar und ich fand, wir haben uns sehr gut ergänzt!
Vielen Dank an dieser Stelle auch an Dich Moritz für den Mix-Down und die vor Ort Installation!“


Moritz Scharf und Lars van Roosendaal besprechen die technischen Aspekte der Tonanlage




Aufbau und Eröffnung


Eine Woche vor der Eröffnung begann Katharina die Installation in der Auslage aufzubauen. Im Keller lagerten schon die fertigen Schaukästchen mit den Szenen.

Wiener Starfotograf Stefan Joham fotografierte Katharina und Lars kurz vor der Eröffnung


Für Stefan Joham wurden die fertigen Szenen aufgestapelt.

Das Gesamtkunstwerk „Die Schneekönigin“ lies Besucher_innen und zufällige Passant_innen in der Reindorfgasse staunen dank der detailreichen Szenen, die atmosphärische Komposition die vor der Auslage von Mitunterbunter zu hören war sowie am Abend die magische Lichter der Aurora Borealis.




Videomitschnitt


In diesem Video bekommst du einen Eindruck wie verzaubernd frostig die Schneekönigin in der Reindorfgasse residiert hat:



Weitere Fotos von der Schneekönigin und den anderen Märchen auf der Galerie-Seite




Das Schneekönigin-Team:


Claudia Gradinger
Koordination, Konzept & Text


Musik


Birgit Ullman
Dekor


Joachim Ofner
Raumtechnik


Bannergestaltung


Konzept, Koordination,Text, Umsetzung & Textil


Konzept, Skizzen & Aquarelle



Musik


Petra Kainz
Video Art


Stefanie Hannak
Video Art


Christoph Heise, Daniela Sternad, Erika Zach
weitere Konzeptentwicklung



Wir bedanken uns bei Katharina Morawitzky für das zu Verfügung stellen der Auslage.